Vorab, ein Hinweis auf den Blog meines langjährigen Freundes Felix, an dessen Post dieser hier etwas locker angelegt sein soll.
Sicherlich – Gesichtsscanner an Schulen sind schon echt eine noch nicht gekannte Härte. Oder doch nicht? Nach dem Massaker an der Columbine High School in Littleton, CO gab es in ganz Amerika an vielen höheren Schulen starke Kontrollen. Nicht durch Gesichtsscanner, aber durch Metaldetektoren und Leibesvisitation durch die Cops. Eine wohl sehr seltsame Praxis, zumal schließlich ja nicht jeder Schüler gleich ein Krimineller war, oder?
Auf der anderen Seite – eine Menge der Schüler fühlten sich durch diese Überwachungen sicherer. Kurz gesagt, worauf ich hinauswill ist Folgendes: Überwachungen werden dann am besten eingeführt, wenn die Angst der Menschen am größten ist. Nach dem 11. September 2001 hat sich wohl kaum jemand Gedanken darüber gemacht, ob er nun mehr überwacht wird, sondern darüber ob er immer noch sicher ist.
Tatsache ist aber doch: So unwahrscheinlich es nach dem Massaker in Littleton war, das weitere Attentäter bald danach zuschlagen, so unwahrscheinlich war es nach dem 11. September, so unwahrscheinlich war es nach den UBahn Bomben in Madrid und so weiter und so fort. Die Regierungen der Welt haben immer diese Situationen genutzt, um langsam die Messlatte für die Überwachung hochzulegen.
Vielleicht sollte man sich also erstmal selber an die Nase fassen, wieviel Überwachung man, in welcher Situation auch immer bereit war in Kauf zu nehmen.
Was bleibt ist, dass langsam, ganz langsam, der Druck der Überwachung steigt. Und das ist doch genau das gefährliche. Und mit einem Video dazu schließe ich:
Und noch ein kleiner Link als Nachtrag; das Original: Spiegel.de Media zu Überwachung




3 Kommentare
Januar 19, 2009 um 11:27 am
Hach, super, du bringst es natürlich als gedankliche Fortführung auf den Punkt. Das Video von Spiegel Online ziehe ich dabei auch gerne heran, da es einem gewöhnlichen Bürger wohl am ehesten zeigt, was es bedeutet, überwacht zu werden.
Und noch was zu den Sicherheitsmaßnahmen in den Schulen: Gerade in Amerika sieht man ja, dass es sich meist um Versuche handelt, die schon vorhandenden Mißstände abzumildern (siehe Waffenpolitik). Dabei liegen die Ursaschen viel tiefer in der Gesellschaft.
Januar 20, 2009 um 8:37 pm
Witziges Video
Januar 25, 2009 um 7:27 pm
[...] , Politik Nach meinem Artikel über Gesichtsscanner an britischen Schulen und dem späteren Artikel von Bene habe ich Grund genug, mich nochmal etwas ausführlicher über das Thema Überwachung an sich [...]