Juli 13, 2009

„To Catch A Predator“

Youtube hält ja eine Menge interessante, lustige, unterhaltsame, spannende aber eben auch schockierende Videos. Und so habe ich Mitschnitte aus einer Sendung aus den USA gefunden: Titel der Sendung ist „To Catch A Predator“, laufen tut sie auf MSNBC.

In der Sendung geht es um ein Fernsehteam, dass sich in Häusern versteckt und Pädophile bei ihren Taten erwischt. Natürlich versteckt sich das Team nicht wahllos in Häusern sondern geht folgendermaßen vor: Ein Mädchen, eher eine junge Frau (über 18) wird in einen Onlinechat eingeschleust. Die Frau gibt sich als Minderjährige – 13/14 Jahre alt – aus und chattet mit Männern, die im Verlauf des Chats den Wunsch äußern mit der Minderjährigen zu schlafen. Daraufhin wird ein Termin festgelegt und zu genau diesem Termin positioniert sich das Fernsehen im Haus, in dem das Treffen stattfinden soll. Der Showhost Chris Hansen kommt raus, sobald der Mann sich hingesetzt hat, und konfrontiert ihn mit dem, was er im Chat gesagt hat. Der Verbrecher ist dann meistens verzweifelt und fängt an zu weinen und weiß nicht was er sagen soll, bekundigt sein Schuldbewusstsein, sagt, dass es das erste Mal war und nie wieder vorkommen wird. Chris Hansen sagt daraufhin, dass er das Haus verlassen darf, vor dem Haus warten aber Polizisten, die den Verbrecher gefangen nehmen und daraufhin als „Sex Offender“ anklagen. Ein Beispiel hier unten:

Natürlich bin ich gegen Pädophilie in jeder Form und finde es abstoßend, wenn sich ältere Männer an Kindern vergehen müssen um Befriedigung zu finden. Allerdings sehe ich auch in der Aufmache dieser Serie einige Probleme. Die Männer werden in aller Öffentlichkeit bloßgestellt, aufgrund dessen was sie in einem Chat gesagt haben. So bescheuert das klingt – man kann nicht wirklich wissen, ob diejenigen das was sie ankündigen wirklich getan hätten. Allerdings kann man in diesem Zusammenhang Präventivmaßnahmen gestatte, um zu vermeiden, dass Mädchen wirklich verletzt würden.

Allerdings ist das eigentliche Problem die Anstiftung zu einer Straftat. Die Männer werden in eine Situation gebracht, in die sie ohne die Sendung garnicht gekommen werden. Diese Situation wird dann ausgenutzt um einen 08/15 amerikanischen Primetime Reißer zu produzieren, in dem man sich am Leid der Leute sattfrisst. Und ich finde DAS ist unakzeptabel, und deswegen ist die Sendung eine Schweinerei. Obwohl natürlich nach wie vor gilt, das Pädophilie eine noch viel größere Sauerei ist.

Juni 26, 2009

Michael Jackson tot

Michael JacksonEhrlich gesagt fehlen mir wirklich die Worte, aber ich werde trotzdem versuchen diesen Post zu fabrizieren.

Gestern Nacht, gegen 1.00 Uhr habe ich noch eine Email bekommen, von der NYtimes, bei denen ich auf der Breaking News Verteilerliste stehe. Diese Mails lese ich eigentlich so gut wie nie, sondern lösche ich sofort, aber dieses eine Mal, habe ich die Email gelesen – und was ich laß nahm mir wirklich die Worte. „Michael Jackson dead, Reports A.P.“

Ich habe dann den Artikel auf der Site der Zeitung gelesen, und fing langsam an zu realisieren, dass das was da stand Ernst war und kein Witz. Und mittlerweile spielen alle Radiosender Michael Jackson rauf und runter.

Ich glaube, dass der Tot von keinem Musiker mich so sehr hätte überraschen oder sogar schocken können wie der von Jackson; der „King of Pop“ war ein fester Bestandteil meines gesamten Lebens, schon als ich klein war, wusste ich wer Jackson war, bevor ich irgendeinen anderen Künstler zuordnen konnte, jetzt ist es irgendwie so als wäre ein großer Teil der Welt gestorben – schließlich kam ja kaum ein Monat ohne Nachrichten über ihn aus.

Geschockt und traurig auf der einen Seite, und beschämt auf der Anderen. Jackson starb alleine, außerhalb des Rampenlichts, das sein Leben für lange Jahre war. Das Image zerrissen durch Schmuddelprozesse, in denen seine Schuld nie nachgewiesen konnte, die aber gleichzeitig den meisten genügten ihn als Perversen abzustempeln; das sichere Ende seiner Karrierre. Eine finanzielle Pleite vor wenigen Monaten, die Versteigerung des gesamten Eigentums, ein wenig aussichtsreiches Comeback, das waren die Umstände unter denen Jackson starb. Wie die Viecher haben wir uns jahrelang an seinem Leid sattgefressen und Witze über ihn gerissen, ihn öffentlich bloßgestellt (siehe diverse Southparkfolgen als Beispiel). Jetzt ist er tot – und die Radiosender spielen ihn ohne Unterbrechung, obwohl sie ihn vorher nicht einmal minimal tangiert haben.

Vielleicht sollten wir, während wir die Geschichte verarbeiten uns alle an die eigene Nase fassen, und uns Jackson ein Beispiel sein, nicht mit falschen Vorurteilen gegen Menschen zu leben, solange diese nicht wasserfest begründet sind; schließlich heißt es ja „In Dubio Pro Reo“

Juni 4, 2009

Kommunismus – Geschichte einer Illusion

Ich habe heute eine tolle Dokumentation auf Youtube gefunden, dank Playlisten ist der Genuss zusammenhängender Sendungen via diese Platform ja sehr erträglich geworden…

http://www.youtube.com/view_play_list?p=2C288671490F83C3&search_query=kommunismus+eine+illusion

Have fun :)